Traumaverarbeitung - Transformation belastender Erlebnisse

Einzelne oder wiederholte Ereignisse, die wir als überwältigende, existentielle Bedrohung unserer körperlichen oder seelischen Integrität erleben, können unter bestimmten Umständen zu länger anhaltenden psychischen und somatischen Beschwerden und Beeinträchtigungen in allen Lebensbereichen führen. Das vegetative Nervensystem bleibt, vereinfacht gesagt, in solchen Fällen in einem Notfallmodus, der entspanntes, rationales, emotional ausgewogenes Empfinden, Denken und Handeln schwierig macht. Sind entsprechende Symptome über Monate, ggf. Jahre vorhanden, kann in der Regel nicht mehr davon ausgegangen werden, dass der Organismus sich ohne eine gezielte Reprogrammierung erholt.

Angewandte
traumaspezifische Arbeitsmethoden sind u.a. EMDR, Somatische Traumatherapie, die Being-in-Movement Methode sowie Elemente transkultureller Heilweisen und systemische Verfahrensweisen, etwa das Systemische Ritual.

Zentral für die Verarbeitung eines Traumas ist die

neurosomatisch - emotionale Selbststärkung.

Stärkt, schützt mich ein Verhalten, das ich für sinnvoll halte, tatsächlich? Welche Atemmuster, Haltungen, Gedanken. Gefühle schwächen, welche stärken mich?

Die einengenden Muster der traumatischen Reaktion werden durch einfache Wahrnehmungsexperimente im eigenen Verhalten aufgespürt und in Atem- und Bewegungsübungen am eigenen Leib erfahrbar auf ihr Potential hin untersucht und dauerhaft transformiert.

Ziel ist die bewusste Erfahrung und Verankerung einer wirklichen körper-seelischen Erfahrung, einer überprüfbaren Gewissheit:
Der Situation, der ich mich nicht gewachsen fühlte, kann ich heute anders begegnen, ich gehe im besten Fall stärker aus der traumatischen Erfahrung hervor, als ich es zuvor war.

Die Freude am Gelingen einer körperlichen und seelischen Wiederaneignung des Selbst und des eigenen Wirkungsraums steht im Zentrum dieser Herangehensweise. Diese Form der Selbststärkung erweist sich so überall dort als fruchtbar, wo Beengung, Erstarrung und Orientierungsverlust überwunden werden sollen und Neues angestrebt wird.

Achtsamkeit, Realitätssinn, die Erlaubnis, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, die Kontrolle von Flashbacks , die Anerkennung eigener Begrenztheiten, körperliche Bewegung und die Schaffung eines Bereichs eigener Wirkmächtigkeit, Kreativität und Sinngebung, allein und mit anderen, das sind wesentliche Schritte aus der Krise.

Ich biete Unterstützung bei der Traumaverarbeitung für Einzelne, Teams und Organisationen sowie Supervision und Fortbildungen an.


Meine Supervisionsausbildung habe ich am Berliner
Behandlungszentrum für Folteropfer absolviert.
www.malesurvivor.org empfiehlt mich als qualifizierten Coach und Therapeuten für sexuell missbrauchte Männer.

(
Trainingsmodul Embodiment & Stabilisierung).